Nationalsozialistischer Märtyrerkult im Ruhrgebiet

zwischen „sakralisierter Politik“ und Christentum

SarahThiemeAm Dienstag, den 27.02.2018 um 18:30 Uhr
(kostenpflichtiger) Vortrag von Dr. Sarah Thieme, Münster
Im Stadtarchiv in der "Alten Post"
Theodor-Heuss-Ring 5, 58636 Iserlohn

Gerade das Ruhrgebiet war für die Nationalsozialisten in den Jahren vor 1933 ein schwieriges Terrain.

Immer wieder kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Kommunisten. Um dem Sterben scheinbar Sinn zu verleihen, machten lokale NS-Funktionsträger jene Verstorbenen zu Märtyrern: Sie konstruierten Mythen als Teil einer NS-Heilsgeschichte und initiierten die Verehrung der Verstorbenen – beginnend bei den Beisetzungsfeiern bis hin zu groß-inszenierten jährlichen Gedenktagen, Denkmalsetzungen und Wallfahrten.

Der Vortrag zeigt auf, wie sich die westfälische NS-Bewegung im Märtyrerkult als eigenständiger Glaubensanbieter positionierte. Der Kult war Teil ihrer „sakralisierten Politik“ und blieb zugleich christlich geprägt. Exemplarisch wird dabei auch der Märtyrerkult um den im Januar 1933 verstorbenen SA-Truppführer Hans Bernsau aus Iserlohn thematisiert.

EintrittspreisePreise
Preisstufe 1                   4,00 €
Ermäßigungsberechtigte 2,00 €
Veranstalter
Stadtarchiv
Theodor-Heuss-Ring 5
58636 Iserlohn

Telefon: 02371/217-1920 oder -1921
Telefax: 02371/217-2982
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www.archiv-iserlohn.de

Barrierefreiheit:

Zugang mit Rollstuhl, Aufzug, Behinderten-WC

 

 

 

 

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