Auswahl täglicher Andachten in christlichen Medien

 

Christus Centrum Arche - tägliche Kurzandacht zur Losung (Text Version)

 

ERF - Wort zum Tage - tägliche Kurzandacht  zu Losung oder Lehrtext (Audio- und Text-Version)

 

ERF - Anstoß - tägliche Kurzandacht (Audio- und Text-Version)

 

. . . und hier die Andacht zum Monatsspruch, verfasst von einem Mitglied unserer Gemeinde:

Andacht zum Monatsspruch April 2017

Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 
Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war. (Lukas 24, 5+6 / Luther 2017)

Der Evangelist Lukas hat sein Evangelium in exzellenter griechischer Sprache etwa um das Jahr 70 n. Chr. an den gebildeten Griechen Theophilus geschrieben. Er stellt ausdrücklich fest, dass er nach verschiedenen Quellen - u. a. nach dem Markusevangelium - gearbeitet hat, also ein Mann der zweiten Generation nach Christus war. Mithin ist er kein Augenzeuge der Auferstehung gewesen.

Dennoch habe ich keinen Zweifel, dass die Auferstehung des zuvor gekreuzigten Christus eine Wirklichkeit ist, wenn ich den Lukastext lese. Die Auferstehung und das damit verbundene mehrfache Erscheinen Jesu wird ja noch von weiteren Zeugen beglaubigt (u. a. Erscheinungen vor Petrus und den Zwölf, vor 500 Brüdern, sowie vor Jakobus und dem Gesamtkreis der Apostel). Im Übrigen hatte Jesus selbst vorher in Galiläa ja bereits davon gesprochen.

Gleichwohl ist das „Phänomen“ der Auferstehung Jesu eines der theologisch schwierigsten des gesamten Neuen Testamentes. Beweisen hätte man es als Vorgang nicht können, selbst wenn man damals schon Fernsehen, Fotografie, Mikrofon und alle anderen heutigen optischen und akustischen Mittel zur Hand gehabt hätte.

Ich denke, dass jeder in Bezug auf die Auferstehung Jesu deshalb schon einmal mit seinem Verstand in Konflikt geraten ist. Nur: Wer in diesem „krausen Zustand“ stehen geblieben ist, und sich von Gott nicht zum Glauben hat bewegen lassen, wird buchstäblich seines Lebens nicht mehr froh. Denn der Tod (unser sog. letztes „Lebens – Schicksal“) hat ja nur für alle diejenigen seine dunkle Kraft verloren, die den auferstandenen Christus als ihren persönlichen Retter aus dem Tohuwabohu des Lebens annehmen.

Für mich am einsichtigsten und glaubwürdigsten hat es Michael Welker, Heidelberger Systematiker, gesagt: „Nicht die Wiederbelebung eines Leichnams, sondern die Gegenwart der Fülle des Lebens Jesu Christi in der Auferstehung ist das göttliche Wunder.“ Mit diesen Worten wird mir die Geborgenheit eines Lebens unter dem Segen und in der Barmherzigkeit des auferstandenen Christus am hoffnungsvollsten erfahrbar. Ich darf sie auch auf mich beziehen. Sie leitet mich an zum Glauben und Beten.

Deshalb kann ich in den Osterjubel der Kirche einstimmen: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.

Dr. Hans-H. Stricker

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