Andacht zum Losungsspruch Januar 2017

 

Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. (Lukas 5,5)

Wer erfolgreich jagen und fischen will braucht viel Erfahrung, zumal wenn es darum geht, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Simon, der später Petrus genannt wird, war so ein erfolgreicher Fischer, er hatte sogar mehrere Boote, war also kein armer Mann.

Was er noch nicht wusste, ist, dass sich sein Leben nach der Begegnung mit Jesus radikal ändern sollte. Jesus ist noch ganz am Anfang seines Lebens als Wanderprediger und wohl noch kaum bekannt. Er trifft zunächst auf Simon und seine Fischerkollegen und nutzt eines der Boote, um von dort aus zu den Menschen am Ufer zu reden und sie zu lehren.

Jesus und seine Lehre, deren Inhalt wir nicht kennen, muss aber sehr überzeugend gewesen sein. Gegen jede Erfahrung als Fischer folgt Simon der Aufforderung Jesu, danach, also am Tage, hinaus zu fahren und im tiefen Wasser zu fischen. Jeder Fischer weiß, dass man Nachts fischen muss, weil dann die Fische nahe der Wasseroberfläche sind. Und selbst dann ist ein Erfolg nicht sicher. Tagsüber ist fischen ganz zwecklos, weil sich die Fische dann in der Tiefe aufhalten.

Simon tut es dennoch – und ist erfolgreich.

Was will uns dieser kurze Satz sagen?

Wenn wir Gottes Willen erkennen, und dieser widerspricht unserer Logik, unserer Erfahrung, unserem Wissen – erinnern wir uns an Simon und handeln wie er: Tun wir es einfach.

Denn Gottes Logik ist anders, unsere Erfahrung ist beschränkt, unser Wissen ist lückenhaft.

Besser ist es Gott zu vertrauen und über seine Wunder zu staunen.

Viel Vertrauen in Gott und viele staunenswerte Wunder im Neuen Jahr 2017 wünscht Ihnen

Christof Wiedermann
Prädikant und Presbyter

 

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