Andacht zum Losungsspruch Februar 2017

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! (Lukas 10,5):

 

Als Jesus durch die Lande zog und viele Anhänger ihm folgten, wählte er 70 Nachfolger aus. Er sandte sie paarweise mit missionarischem Auftrag in die Häuser der umliegenden Dörfer und Städte.

Beim Betreten eines Hauses sollten seine Sendboten diesem, d.h. seinen Bewohnern, als Erstes "Schalom" wünschen (im NT eiraenae). Hier wird eine - fast möchte man sagen – ewig gültige Wahrheit beim Namen genannt.

Christen können einander noch heute, wenn sie sich gegenseitig besuchen, mit dem Friedenswunsch auf den Lippen begrüßen. Warum nicht? Aber ab und zu geschieht es anders herum.

Gelegentlich wird man, wie es uns vor vielen Jahren erging, zu einem Erst- oder Anstandsbesuch bei einem Vorgesetzten eingeladen. Kalte Pracht und kühl-distanziert wirkende Gastgeber. Laut konnten wir es natürlich nicht formulieren. Aber in Gedanken sprachen wir, dass Gott diesem Haus (Aufgeschlossenheit und) Frieden geben möge. Es wurde ein wundervoller Abend mit allseits aufgeschlossenen Herzen. Denn auch wir stellten uns auf ein allseits friedliches, gutes Zusammensein ein.

Aber denken wir daran: Der Friedenswunsch beinhaltet im geistlichen Sinne noch viel mehr als nur ein „Miteinander ohne Gewalt bzw. ohne böse, sondern mit freundlichen Worten“. Er enthält einerseits das Verlangen nach Ordnung und Eintracht. Andererseits drückt er die übergeordnete Vorstellung des „Heil- Seins“ aus, das als neue Gotteswirklichkeit in unser Leben schon jetzt hineinragt.

Einen guten Monat Februar in diesem Sinne!

Dr. Hans- Heinr. Stricker
Prädikant, Versöhnungskirchengemeinde

 

0
0
0
s2smodern

Einloggen