Monatsandacht für Januar 2018

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: Du und deine Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.
5. Buch Mose, 5; 14

Das ist das dritte Gebot, das Gebot der Sabbatruhe, ein Gebot von solcher Tragkraft, dass es sogar in unserm heutigen Arbeitszeitgesetz zumindest ansatzweise Anwendung findet, es ist die Einführung der Sechstagewoche. Im Laufe der Jahre hat sich dieses Gebot zum Gebot der Sonntagsruhe entwickelt. Als ich in der Schule die Zehn Gebote auswendig lernen musste, lernte ich an dieser Stelle: „Du sollst den Sonntag ehren!“

Warum sollen wir das tun? Wir sollen uns auf Gott besinnen, gedenken, wer diese Welt und letztlich auch uns geschaffen hat. Gott hat den Ruhetag aber nicht zum Gesetz gemacht, weil er diese Ehrung braucht, sondern weil wir diesen Ruhetag brauchen. In Markus 2;27 sagt Jesus: „Der Sabbat wurde doch für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat“(HFA). Gott schenkt uns diesen Ruhetag aus Liebe zu uns. Er möchte, dass wir einmal in der Woche aus unserem Hamsterrad ausbrechen und zu uns und damit zu Gott finden.
Schon heute können wir Dank PC, Tablet und Smartphone immer und überall unsere Büroarbeit erledigen, dem Kollegen eine Memo schicken,Terminabsprachen treffen und unsere Bankgeschäfte erledigen. Wir sollten uns wieder viel stärker auf diesen Ruhetag besinnen und ihn uns förmlich freischaufeln.

Der Losungstext fordert uns aber nicht bloß auf, unsere eigene Arbeit ruhen zu lassen. Er überträgt uns gleichermaßen die Verantwortung für unsere ganze Umwelt. Nicht nur wir sollen nicht arbeiten, sondern auch unsere Familienangehörigen, Angestellten, ja sogar „ dein Fremder in deinen Toren“,- also auch der Heide, der Mensch, der nicht an Gott glaubt -, soll seinen Ruhetag haben.

In ein paar Wochen geht es wieder los: Floh- , Frühlings und Bauernmärkte, Autosommer und kulinarische Festlichkeiten sollen die Innenstädte füllen. Late Night Shopping und verkaufsoffene Sonntage sollen Besucher in unsere Städte locken. Auch ich werde von diesen Veranstaltungen angelockt, denn es sind schöne Gelegenheiten. einen Ruhetag zu verbringen, aber lassen Sie uns dabei nicht die Menschen vergessen, die an diesen Tagen besonders hart arbeiten müssen, auch für sie gilt das Gebot der Sonntagsruhe.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen für das neue Jahr 2018 viele Ruhezeiten, um zu sich selbst zu finden und Gott zu begegnen

Ihr und Euer

Dietmar Ebbertz

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