Fragen zur Taufe


  • Wann können Taufen stattfinden? 
    In der Regel findet die Taufe im Gottesdienst am Sonntagmorgen in einem Gemeindegottesdienst statt. Wichtig ist die frühzeitige Anmeldung im Gemeindebüro. Vor der Taufe führt Ihr Pfarrer mit Ihnen ein vorbereitendes Gespräch.
  • Welche Unterlagen müssen wir für das Taufgespräch mitbringen? 
    Sofern ein Familienstammbuch (Stammbuch) vorliegt, sollte dieses von den Eltern zum Taufgespräch bereitgehalten werden. Auf jeden Fall wird eine Geburtsurkunde mit dem Vermerk „für religiöse Zwecke“ benötigt. Patinnen und Paten brauchen - sofern sie nicht zur Versöhnungs-Kirchengemeinde gehören - eine Patenbescheinigung ihres zuständigen Pfarramtes. 

  • Was kostet die Taufe? 
    Die Taufe ist eine Amtshandlung der Kirche, die nicht in Rechnung gestellt wird. Spenden - gerne auch unter Benennung eines genauen Zweckes - werden gerne entgegengenommen.
  • Was bedeutet die Taufe? 
    Die Taufe ist die persönliche Zusage der voraussetzungslosen Liebe Gottes. Durch die Taufe wird ein Mensch sowohl in die Gemeinschaft aller Christen als auch in die Gemeinschaft einer konkreten Kirche aufgenommen.
    Unabdingbar für die Taufe ist das Wasser. Es ist das Urelement des Lebens und Sterbens. Es reinigt von Schmutz und von allem, was uns von Gott trennt. Das geschieht in der Taufe ein für allemal; deshalb wird die Taufe niemals wiederholt, auch nicht bei einem Konfessionswechsel oder Wiedereintritt in die Kirche.
    Wasser kann aber auch zerstören und vernichten. Auch dies erlebt der Täufling im Wasserritus symbolisch. Wie Jesus Christus durch den Tod zum ewigen Leben gelangt, so taucht der Täufling als Mensch des neuen Lebens aus der Taufe auf.
    Ebenso wichtig wie das Wasser, das dreimal über den Kopf des Täuflings gegossen wird, ist das Wort, das die Pfarrerin oder der Pfarrer spricht: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

  • Warum tauft die Kirche Kinder? 
    Wird ein Mensch getauft, kommt er mit leeren Händen zu Gott. Wie ein kleines Kind steht der Täufling vor ihm und nimmt die Taufe als reines Geschenk aus seinen Händen. Die Kirche hat seit frühesten Zeiten diese bedingungslose Zusage der Liebe Gottes immer betont und deshalb Kinder getauft. Gottes Zuspruch ist größer als alles, was wir je leisten können - dies bezeugt die Taufe eines kleinen Kindes. Eltern und Patinnen und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und dem Täufling auf seinem Lebensweg zu vermitteln.
  • Kann ich mich auch im Erwachsenenalter taufen lassen? 
    Neben der Kindertaufe gibt es auch die Taufe von Erwachsenen. Eine Taufe ist zu jeder Zeit und in jedem Alter möglich. Der Erwachsenentaufe gehen Gespräche des angehenden Täuflings mit dem Pfarrer / der Pfarrerin voraus, in denen wesentliche Elemente des christlichen Glaubens bedacht werden. Im Gegensatz zur Kindertaufe, in welcher zum Ausdruck kommt, dass die Taufe Gabe Gottes ist, kommt in der Erwachsenentaufe zum Ausdruck, dass Christsein auch eine Aufgabe ist. So sind in der Kindes- und der Erwachsenentaufe jeweils verschiedene Aspekte des Christenlebens in den Blick genommen, die letztlich zusammengehören. Christsein ist ein Geschenk – eine Gottesgabe, aber es ist auch eine Aufgabe und will gelebt werden.
  • In welchem Alter soll mein Kind getauft werden? 
    Häufig werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Eine Taufe ist aber in jedem Alter möglich.
  • Gibt es Vorschriften für Taufkleider? 
    Es gibt keine Vorschriften, wie der Täufling gekleidet sein soll. Im Falle der Taufe von Kleinkindern gibt es in manchen Familien die Tradition eines Taufkleides, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Taufkleider sind in der Regel weiß. Sie erinnern damit an Jesus Christus, das Licht der Welt.
  • Was ist eine Nottaufe? 
    Wenn ein Mensch, der noch nicht getauft ist, sehr krank ist oder ein Kind nach der Geburt in Lebensgefahr schwebt, kann eine Nottaufe (Taufe bei Lebensgefahr) vorgenommen werden. Diese Taufe kann jeder getaufte Christ durchführen.
  • Können ungetaufte Kinder in einer kirchlichen Kindertagesstätte aufgenommen werden? 
    Konfessionell gebundene Kindertagestätten nehmen grundsätzlich auch ungetaufte Kinder auf. Die Eltern müssen allerdings damit einverstanden sein, dass ihr Kind dort christliche Glaubensinhalte kennen lernt.
  • Können Ungetaufte am Konfirmandenunterricht teilnehmen? 
    Auch Ungetaufte können am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Taufe wird dann in der Regel im Laufe der K0onfirmandenzeit oder auch im Konfirmationsgottesdienst stattfinden.
  • Kann unser Kind getauft werden, wenn ein Elternteil eine andere Konfession hat oder aus der Kirche ausgetreten ist? 
    Die Taufe des Kindes wird vorgenommen, wenn ein Elternteil der Landeskirche angehört und der andere Elternteil, der nicht Mitglied der Evangelischen Kirche ist, nicht widerspricht.
  • Kann unser Kind getauft werden, wenn beide Elternteile nicht Mitglied der Kirche sind? 
    Die Taufe kann auch vorgenommen werden, wenn die Eltern nicht Mitglieder der Evangelischen Kirche sind. Dann ist eine schriftliche Erklärung nötig, dass sie die christliche Erziehung ihres Kindes wünschen und es am evangelischen Religions- und Konfirmationsunterricht teilnehmen lassen werden. Die Patinnen und Paten müssen Mitglied der evangelischen Kirche oder einer anderen christlichen Kirche sein.
  • Braucht unser Kind Paten? Und wer darf Pate sein? 
    Für die Taufe eines Kindes ist mindestens eine Patin oder ein Pate erforderlich. Es dürfen höchstens sechs Patinnen und Paten benannt werden. Mindestens eine oder einer hat der Evangelischen Kirche anzugehören. Die weiteren müssen einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören und das Patenrecht ihrer eigenen Kirche haben. Evangelische Christen müssen konfirmiert sein, um das Patenamt übernehmen zu können. Kommt die Patin oder der Pate nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, wird ein Patenschein benötigt, den das Heimatpfarramt der Patin oder des Paten ausstellt. Er bestätigt Taufe, Konfirmation und Kirchenzugehörigkeit. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann nicht zum Patenamt zugelassen werden.
  • Kann das Patenamt niedergelegt werden? 
    Die Taufe ist im Taufregister der Gemeinde beurkundet, zu der der Täufling gehört. Die ordnungsgemäß eingetragenen Angaben über die vollzogene Taufe, zu denen auch die Angaben über Patinnen und Paten gehören, dürfen auf keinen Fall verändert werden.
    Eine Streichung von Patinnen und Paten ist somit nicht möglich. Dahinter steht u.a. der Gedanke, dass die Taufzeugenschaft der Patin/des Paten als stattgefundene Tatsache nicht ungeschehen gemacht werden kann.
  • Können Patinnen und Paten nachträglich benannt werden? 
    Eine Patin oder ein Pate muss bei der Taufe anwesend sein. Nicht anwesende Patinnen und Paten können von den Eltern benannt werden. Sie können damit zwar nicht die Taufe als vollzogenen Akt bezeugen, jedoch ihre Bereitschaft erklären, den Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes zu helfen. Die Eintragung dieser Patin oder dieses Paten ist somit - auch noch nachträglich - zulässig.
  • Kann die Taufe ungültig werden? 
    Wenn die Taufe unter Anrufung des dreieinigen Gottes und durch Benetzung mit Wasser bzw. Untertauchen vollzogen wurde, dann ist die Taufe gültig. Der Empfang der Taufe ist ein einmaliges, unwiederholbares Geschehen. Bei einem Wiedereintritt in die Evangelische Kirche oder bei einem Übertritt in eine andere Kirche wird sie daher nicht wiederholt.

  • Kann während der Taufe fotographiert werden?
    Wir bitten Sie höflich darum, während der Taufe nicht zu fotographieren, denn es lenkt doch zu sehr ab - nicht nur den Fotographierenden, sondern auch alle anderen. Wenn Sie es aber nicht lassen können, halten Sie bitte Abstand vom Taufbecken, schalten Sie bitte Ihre Kamera auf lautlos (Einstellungsmenu) und - auf alle Fälle - benutzen Sie bitte auf keinen Fall das Blitzlicht (dafür ISO ca.1600). Auch das kann man zwangsabschalten.
    Nach dem Taufgottesdienst können Sie dafür in aller Ruhe viel(e) schönere Bilder machen. Versprochen...
    Und bitte: Schalten Sie auch Ihr Handy auf lautlos!


Haben Sie weitere Fragen, so wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro oder unsere Pfrarrer. Alle Anschriften finden Sie unter "Kontakte" im Bereich Service unserer Website.


Weitere Links: 

Taufspruch.de

EKD-Taufe

EKD, Die Taufe (eine Orientierungshilfe).pdf 

 


 

laughingEine Geburtsanzeige...(aus den "Dortmunder Ruhr-Nachrichten" 1970)

* Peter 25.5.1970

                    Gesa und Ina haben ein Brüderchen bekommen.
                    Dank dem Herrn, der über uns wohnt.

                    Gesa Guddorf geb. Reiring
                    Dieter Guddorf

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