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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen!

Kurzandacht zum Wochenspruch für die 50. Woche 2020

Matthäus 5,7 (Übertragung nach Menge)

Selig sind… das heißt: glücklich zu preisen sind, wohl denen, die…
Direkt nach seinen ersten Einsätzen in seinem Dienst und nach seiner Taufe nimmt Jesus seine ersten Jünger zur Seite, genauer: mit auf einen Berg, um ihnen eine erste grundlegende Unterweisung zu geben. Sie beginnt mit den sogenannte „Seligpreisungen“. Ganz am Anfang ihres Weges mit Jesus werden die Jünger positiv ermuntert:

Wenn ihr euch vor Gott wirklich ehrlich macht, dann seit ihr auf einem guten Weg.

Wenn ihr dann erkennt, wie wenig gut ihr seit und deswegen traurig werdet: ihr werdet von mir getröstet.

Wenn euch der Zustand der Welt mit all der Gewalttätigkeit betrübt, dann seit mutig sanft, genau wie ich sanft mit euch und der Welt umgehe und letztlich siegen werde.

Wenn ihr nach der einzig wirklich wichtigen Sache, nach Gerechtigkeit vor Gott, hungert und dürstet, dann werdet ihr genau das bekommen.

Dann werdet ihr euch von Herzen um eure Nächsten (und um euch selbst) kümmern, d.h. erbarmen. Und ihr werdet selber solche Barmherzigkeit sicher von Gott, und vielleicht auch von Anderen erfahren.

Der Nikolaustag am 06. Dezember erinnert uns auch daran. Nikolaus, der spätere Bischof von Myra, hat sein Vermögen den Erzählungen nach an die Notleidenden verteilt. Es war ihm ein Bedürfnis. So antwortete er auf die Gnade, die er von seinem Gott erfahren hatte. Noch heute erzählt man davon. Solches Tun hilft den Bedürftigen, tröstet die Traurigen und bringt Freude: das ist Barmherzigkeit. Barmherzigkeit ist keine Pflicht, dann wäre es Selbstbefriedigung. Barmherzigkeit ist ein Bedürfnis des Barmherzigen und Dank an Gott für selbst empfangene Gnade, für Seine Barmherzigkeit.

Und macht nebenbei noch selber froh:  Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt. (Jesaja 61,10)

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Christof Wiedermann
Prädikant

 

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