Die Orgeln unserer Gemeinde

Eine Orgel-Landschaft...

Es ist schon eine Orgel-Landschaft, die uns musikalisch zur Verfügung steht um die Herzen der Menschen zu erreichen. Ob norddeutsch-barock wie die Schuke-Orgel in der Obersten Stadtkirche, ob romantisch wie die Schulze-Orgel der Reformierten Kirche oder französich-symphonisch wie die Grenzing-Orgel in der Bauernkirche, die künstlerisch mögliche Bandbreite für Organisten sucht Ihresgleichen.
Wer das nächste Orgelkonzert, oder Konzert mit Orgel sucht, wird sicher fündig unter TERMINE-AUSWAHL / Konzerte rechts auf dieser Seite. Wem mache Begriffe in den folgenden Beiträgen allzu "fach-chinesisch" klingen, kann sich hoffentlich im Beitrag "Ein wenig Orgelbau für Interessierte" schlau machen.

Die Schuke-Orgel

in der Obersten Stadtkirche

OSTk2 Orgel kleinIn der Obersten Stadtkirche zu Iserlohn gibt es seit 1973 dieses sehr klangstarke und von Klang her norddeutsch-barocke Instrument, erbaut von Karl Schuke - Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH.

Ausgestattet mit drei Manualen und Pedal, sowie 43 klingenden Registern bietet sie dem Organisten eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten. Im Frühjahr 2017 wurde eine neue Setzeranlage eingebaut mit nun schier unendlichen Registriermöglichkeiten. Ein Zimbelstern ergänzt die ohnehin schon reichen Klänge.

Die Grenzing-Orgel

in der Bauernkirche

Orgel BauernkircheZur Einweihung der neuen Grenzing-Orgel hat die "Orgelstiftung Bauernkirche" eine Festschrift unter dem Titel "Romanik trifft Romantik" erstellt. Sie können sie hier einsehen und herunterladen . . .(Die Festschrift hat eine relativ große Dateigröße, sodass das Hochladen etwas dauern kann.)

In der Festschrift werden die Personen vorgestellt, die wesentlich waren zur Erstellung der Orgel. Es gibt viele Bilder der Bauphase und der technischen Details der Orgel.

 

Die Schulze-Orgel

in der Reformierten Kirche

orgel ref kircheDiese Orgel aus dem Jahre 1847 mit ihrem hohe Anteil an originaler Klangsubstanz erheben ist einem wertvollen Vertreter aus der frühen Phase des romantischen Orgelbaus. Sie ist ein sehr interessantes bis eigenwilliges Orgelwerk aus der Hand von Johann Friedrich Schulze (1793-1858) aus Paulinzella/Thüringen.

Der Förderkreis der Kantorei, die Evangelische Kirchengemeinde sowie viele Musikliebhaber trugen dazu bei, dass dieses Werk nach einer lange Jahre währenden Zeit des Verfalls anläßlich des 200. Geburtstages des Erbauers und des 40-jährigen Jubiläums der Kantorei, am 6.11.1994, von der Firma Kreienbrink (Osnabrück) restauriert, wieder erklingen konnte.

Die Tzschökel-Orgel

in der Obersten Stadtkirche

Tzschökel kleinDas kleine bewegliche Instrument ist das großzügige Geschenk der Iserlohner Familie Nolte anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Evangelischen Kantorei Iserlohn.

Die kleine Chororgel wurde 1979 von Orgelbaumeister Reinhard Tzschökel erbaut. Vier Register verfügen über geteilte Schleifen. Das Instrument hat 7 Register und 2 Manuale. Genau genommen handelt es sich um zwei Orgeln, denn das Örgelchen kann geteilt werden.

Ein wenig Orgelbau für Interessierte

Vorbemerkung: In den nachfolgenden Erklärungen wird beschrieben, wie Orgeln meistens aufgebaut sind und wie sie grundsätzlich funktionieren. Im Einzelfall kann es an vielen Stellen Besonderheiten in Aufbau und Funktion geben. Alle möglichen Abweichungen vom "Normalen" auch zu beschreiben würde hier ins Uferlose treiben.

Eine Orgel kann man mit einem Orchester vergleichen. Dort gibt es viele Musiker und verschiedene Instrumente unterschiedlicher Klangfarben, die gemeinsam  musizieren. Bei einer Orgel gibt es (in der Regel) nur einen Musiker, der aber alle Instrumente (die "Register") spielt und so musiziert.

Ein "Register" sind Pfeifen einer Klangfarbe, die für jeden Ton eine Pfeife haben. Bei den Orchesterinstrumenten werden dagegen mit einem Instrument alle Töne gespielt, vom tiefsten bis zum höchsten.

Der Ton einer Orgelpfeife ist abhängig von der Größe und Dicke der Pfeife, aber auch vom Material aus dem sie gebaut wurde, also etwa Metall (welche Legierung?) oder Holz (welches?). Mit Mensur meint man die Abmessungen der Pfeifen. So können die Pfeifen eines Registers, abhängig von der Akustik des Raumes, in der einen Kirche schlanker, in einer anderen dicker sein, um einen optimalen Klang zu erzeugen.
Auch ihre Konstruktionsmerkmale haben Einfluss auf den Ton: ist die Pfeife zylindrisch, konisch, oben offen, oben zu ("gedeckt"). Es gibt zwei Arten der Tonerzeugung bei Orgelpfeifen. Die Labialpfeifen "funktionieren" wie eine Blockflöte, die Lingualpfeifen wie eine Klarinette oder Saxophon.

Die Zusammenstellung der Register einer Orgel, die man aus der Menge der Möglichkeiten gewählte hat, nennt man "Disposition". Diese Disposition und noch ein paar andere Dinge geben einer Orgel ihren je eigenen Charakter. Den musikalischen Geschmack einer Zeit kann man auch an den Klangfarben der Orgeln jener Zeit ablesen.

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