Protestantische Gemeinden kümmern sich um Flüchtlinge aus der Ukraine

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In den Medien gibt es täglich neue und immer besorgnis-erregendere Nachrichten aus dem russisch-ukrainischen Grenzgebiet.Es ist für uns in Westeuropa kaum nachvollziehbar, was sich dort wirklich ereignet. Zu sehr sind die Meldungen von der russischen bzw. ukrainischen Propaganda geprägt. Es geht hier nicht um eine Bewertung der Lage, sondern um eine Darstellung dessen, was uns die russischen Freunde berichten.

Die Informationen unserer Partnergemeinden, die ja im Rostower Gebiet und damit in unmittelbarer Nähe zur Südost-Ukraine liegen, haben uns alarmiert. Pastor Romanenko hat einige Flüchtlingslager im Grenzgebiet besucht und mit vielen Betroffenen gesprochen. Im Bild eine der Zeltstädte für 750 Personen, von denen die Hälfte Kinder sind. Vor allem nachts kommen Kolonnen von Bussen mit traumatisierten Flüchtlingen, deren Häuser zerstört sind. Täglich sind es einige Tausend Menschen, die die Grenze nach Russland passieren.

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Die christlichen Gemeinden haben sich unter dem Motto "Komm und hilf" aufgemacht, materielle Hilfe zu leisten und geistlichen Beistand zu bringen.

Pastor Romanenko schreibt uns: die Lager sind sehr gut eingerichtet, aber nur für den vorübergehenden Aufenthalt gedacht. Junge Familien werden nach wenigen Tagen nach Nord- oder Zentralrussland gebracht, wo sie als Bergleute, Ärzte und Lehrer arbeiten sollen. Sie erhalten dort Wohnungen und sind als gut ausgebildete Leute nicht unerwünscht.

Nur wenige wollen im Lager bleiben, in der Hoffnung, dass der Krieg bald vorbei ist und sie in ihre noch unzerstörten Häuser zurückkehren können - wenn es denn wieder Wasser, Strom und Lebensmittel dort gibt. Bald aber wird es empfindlich kalt werden und die Lager sind nicht für den Winter geeignet (jetzt waren es im Südwesten Russlands wochenlang bis zu 39° im Schatten).Hupfburg335

Romanenkos Mitarbeiter haben schon den ganzen August über ein Kinderprogramm in diesem Lager organisiert. Sie haben Hüpfburgen aufgebaut und spielen, basteln und singen mit den Kindern. Sie verteilen Bibeln an Große und Kleine, sowie Bananen, Saft und Kleidung. Unterstützt werden sie dabei von Mitarbeitern einer russischen christlichen Missionsgesellschaft, die diese Großspielzeuge und Zelte zur Verfügung stellt.

Unser Hilfswerk hat einen finanziellen Beitrag aus einer freien Spende leisten können, um den russischen Geschwistern in ihrem Auftrag beizustehen, Bedürftigen praktisch und seelsorgerlich zu helfen. Sie bitten uns, für den Frieden zu beten, und danken für unseren finanziellen Beitrag.

Jutta Stricker, Vorsitzende

Wenn Sie die Arbeit von "Kirche im Osten" finanziell fördern möchten, finden Sie hier die Kontoverbindung: Hilfswerk Kirche im Osten e.V.  - IBAN: DE85 3506 0190 2102 1100 16
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Geschäftsstelle: Bömbergring 117, 58636 Iserlohn, Tel. 02371/25747

Herzlichen Dank für Ihr Gebet und Ihre Unterstützung unseres Hilfswerks.

 

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